Zierapfel 'Evereste'

Malus 'Evereste'

Gehölz
Sorte
Gute Bienenweide
Vogelschutznährgehölz
Zierapfel 'Evereste' (Malus 'Evereste') Alle 6 Fotos anzeigen
Gesamte Pflanze von Zierapfel 'Evereste'

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sehr beliebte Zierapfelsorte
  • Als ausgewachsener Baum 3 - 6 Meter hoch
  • Krone zunächst pyramidenförmig, später ausladender
  • Auch als Formgehölz, Hochstamm, mehrstämmiger Baum, Strauch, Bonsai erhältlich
  • Rosarote Blütenknospenfülle
  • Weißes Blütenmeer, zart duftend, teilweise mit rosa Rändern
  • Orangerote Apfelfrüchte, kirschgroß, ungiftig, lang anhaftend
  • Grüne Blätter, im Herbst gelb bis orange, lang anhaftend
  • Pflegeleicht, robust, winterhart

Augenweide, Bienenweide, Vogelweide, Pollenspender für Kulturäpfel

Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 4 - 6 m
Breite: 3 - 5 m
Zuwachs: 20 - 40 cm/Jahr
Wurzelsystem: Herzwurzler
Blüte
Blütenfarbe: weiß
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Licht
Sonne bis Halbschatten
Boden
Boden: durchlässig bis humos
Wasser: frisch
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
Sonstiges
Ordnung: Rosenartige
Familie: Rosengewächse
Gattung: Äpfel

Was ist Zierapfel ‚Evereste‘

Aussehen

Erscheinungsbild (Habitus)

Malus evereste ist eine beliebte, überaus attraktive Zierapfelsorte und gehört, wie alle Mitglieder der Gattung Malus, zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Als Baum wird das Gehölz im Normalfall 3 - 6 Meter hoch. Der kahle Stamm und die Äste haben eine dunkelbraune Rinde und sind frei von Dornen. Die Zierapfelsorte steht auch als Formgehölz, Hochstamm, mehrstämmiges Gehölz, Strauch und Bonsai zur Verfügung.

Wurzeln

Ein Herzwurzelsystem verleiht dem Gehölz die nötige Standfestigkeit. Gleichzeitig sorgt es für eine optimale Versorgung mit Nährstoffen und Wasser. Denn ein Herzwurzelsystem vereint die Vorteile tiefer mit denen flacher, weit verzweigter Wurzelsysteme auf sich. Die seitliche Draufsicht auf einen senkrechten Schnitt durch ein Herzwurzelsystem erinnert an die Form eines Herzens. Daher hat es seinen Namen.

Blätter

Das Laub ist grün und matt glänzend. Die Blätter sitzen auf karminroten Stielen, sind 6 - 8 Zentimeter lang und etwa halb so breit. Die Blattform lässt sich am ehesten als oval zugespitzt und gelappt beschreiben. Der Blattrand ist gesägt bis gekerbt. Im Herbst nehmen die Blätter eine gelbe bis orangene Färbung an und bleiben lange am Baum hängen.

Fülle für Mensch und Tier

Der ganze Baum – eine Augenweide

Schon seine Wuchsform gilt als ausgesprochen ansehnlich. Auch, wenn die zunächst pyramidenförmige Baumkrone, die einem dunkelbraunen Stamm aufsitzt, mit den Jahren ausladender wird. Die Fülle der rosafarbenen Blütenknospen, weißen Blüten, orangeroten Früchte und dunkelgrünen Blätter, die im Herbst ihre Farbe zu einem Gelborange hin verändern, macht den Baum zu einem Eyecatcher in allen vier Jahreszeiten. Zumal er das Laub erst lange nach dem ersten Frost abwirft und die Früchte oft bis zum Vorfrühling hängen bleiben.

Das endlose Blütenmeer – eine Bienenweide

Eine schier unglaubliche Menge an zart und angenehm duftenden Blüten entwickelt Malus evereste, besonders an sonnigen Standorten. Diese Blütenfülle lockt viele Insekten an, vor allem Bienen und Hummeln. Die Blüten sind geformt wie eine offen Schale und enthalten reichlich Nektar sowie Pollen, so dass die Insekten voll auf ihre Kosten kommen. Diese Schalenblüten haben einen Durchmesser von 5 - 6 Zentimetern und sind zu viert bis zu acht in Büscheln angeordnet. Mitunter können die Ränder der fünf einfachen, weißen Blütenblätter rosa gefärbt sein.

Die sagenhafte Fruchtfülle – eine Vogelweide

Die etwa kirschgroßen, orangeroten, oft gestreiften Früchte sind ungiftig und dienen vor allem Vögeln als Nahrung. Ganz besonders beliebt sind die lange anhaftenden Äpfelchen bei der Tierwelt im Winter, wenn eine geschlossene Schneedecke die Futtersuche erheblich erschwert. Aber auch wir Menschen haben Verwendung für die Früchte, die im August/September reif werden: Wegen des hohen Gehalts an Pektinen, die als Geliermittel eingesetzt werden können, werden die Äpfelchen gern Gelees und Marmeladen zugesetzt. Und aufgrund ihres attraktiven Aussehens sind sie ausgesprochen gut als Dekoration geeignet, zum Beispiel in herbstlichen Gestecken, noch am Zweig anhaftend in einer Blumenvase, verarbeitet zu einer leichten Halskette oder zu einem fröhlichen Kranz.

Zierapfel ‚Evereste‘ im Garten

Standort

Genügsam und pflegeleicht

Malus evereste gilt als ausgesprochen pflegeleicht: Dieser Zierapfelsorte genügt ein lockerer, gut durchlässiger, normal nährstoffreicher Gartenboden mit leicht sauren pH-Werten, der sandig bis lehmig sein kann. Sie mag es lieber etwas trockener als zu feucht. So werden Trockenperioden toleriert. Staunässe führt hingegen zum Abwerfen von Laub und Früchten.

Wärme und Kälte

Der Baum liebt die Sonne, gedeiht aber auch im Halbschatten. Allerdings entwickelt er nur an sonnigen Standorten seine volle Fülle hinsichtlich Blütenmeer, Laubkleid, Fruchtdichte und Farbintensitäten. Wind stört ihn dabei nicht, solange der nicht vom Meer her weht. Die Sorte ist winterhart und verträgt Temperaturen bis fast minus 30 Grad Celsius.

Schnitt

Auch fürs Schneiden gilt: Malus evereste ist pflegeleicht. Es genügt, ab und zu ein paar alte oder verletzte Triebe zu entfernen. Es sei denn, der Baum wird zu groß für seinen Standort oder in den Augen der Betrachtenden. Oder aber, das Gehölz soll in eine bestimmte Form gebracht werden, zum Beispiel in Spalier- oder Dachform. Dann sind entsprechende formgebende Schnitte möglich und notwendig.

Vermehrung

Bei Malus evereste erfolgt die Vermehrung vegetativ, entweder durch im Sommer gewonnene Stecklinge, durch im Winter geerntete Steckhölzer oder durch Veredelung, also durch Aufbringen von Trieben dieser Zierapfelsorte auf eine geeignete Unterlage wie zum Beispiel Wildapfel. So bleiben die Sorteneigenschaften erhalten, die bei Aussaat verlorengehen würden.

Verwendung

Diese Zierapfelsorte ist ausgesprochen vielseitig einsetzbar:

  • als einzeln stehender Baum im Garten oder Vorgarten (ganzjähriger solitärer Eyecatcher)
  • als Baumgruppe, auch im Verbund mit anderen Zierapfelsorten oder Obstgehölzen
  • als Hochstamm, einzeln oder in einer Gruppe
  • als Formgehölz, einzeln oder in einer Gruppe
  • als Kübelpflanze auf der Terrasse, auf dem Dachgarten oder im Innenhof
  • als einzeln stehender Strauch oder vergesellschaftet mit einer Hecke
  • als mehrstämmiger Baum, auch selbst gezogen aus einem Strauch
  • als Bonsai

Schädlinge

Malus evereste gilt als robust in jeder Hinsicht. So können Apfelschorf und Feuerbrand dieser Sorte praktisch nichts anhaben. Auch gegen Mehltau scheint sie nahezu resistent zu sein. Mehltau hat aber eine Chance, wenn die verschiedenen Pflanzenteile nach Kontakt mit Feuchtigkeit nicht rasch genug trockenen können.

Ökologie

Mit seiner gewaltigen Blütenpracht ist dieser Zierapfel eine Bienenweide par excellence. Doch auch größere Tiere kommen auf ihre Kosten: Da die Früchte sehr lange anhaften, bieten sie vor allem Vögeln Nahrung bis weit in den Winter hinein, so dass hier der Begriff Vogelweide durchaus angebracht scheint. Außerdem gilt Malus evereste als hervorragender Pollenspender für Kulturapfelbäume. Unterpflanzt werden kann ein solcher Baum mit Frühblühern oder auch mit Sommerstauden.

Wissenswertes

Pflege

Malus evereste ist ausgesprochen robust, vielseitig verwendbar und pflegeleicht. Das Gehölz braucht keine spezielle Düngung, höchstens Humus- und/oder Mulchgaben im frühen Frühjahr. Der kleine Aufwand wird mit einer noch größeren Pracht und Fülle bei Knospen, Blüten, Laubwerk, Früchten und Intensität der Farben im restlichen Jahr belohnt.

Blütezeit

Dieser Zierapfel blüht im Mai. Die Blütezeit kann aber in Abhängigkeit von Region, Standort und den jeweiligen Frühjahrstemperaturen variieren und früher beginnen oder auch später enden.

Pflanzung

Malus evereste kann das ganze Jahr über gepflanzt werden, nur nicht bei gefrorenem Boden. Wer spät im Jahr pflanzen möchte, sollte dies bis November getan haben, damit sich das Wurzelwerk am neuen Standort noch vor Beginn des Winters etablieren kann. Die Sorte verträgt Unterpflanzung wie Überpflasterung. Bei Kübelpflanzen sollte das Wurzelwerk durch ein Vlies vor Frost geschützt werden.

Herkunft

Malus evereste ist seit Ende der 1977/1978 erhältlich und geht auf eine Kreuzung aus Malus floribunda (Japanischer Wildapfel) und Malus pumila (Zwergapfel) im französischen Angers zurück. In Frankreich heißt die Sorte Malus perpetu und ist ein eingetragenes Warenzeichen.

Fotos

Gesamte Pflanze Zierapfel 'Evereste'
Quelle: NaturaDB
Blatt Zierapfel 'Evereste'
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Zierapfel 'Evereste'
Quelle: NaturaDB
Frucht Zierapfel 'Evereste'
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Zierapfel 'Evereste'
Quelle: NaturaDB
Frucht Zierapfel 'Evereste'
Quelle: JMiall, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Wie groß wird Zierapfel ‚Evereste‘?

Ein Zierapfel ‚Evereste‘-Baum wird etwa 3 - 6 Meter hoch, je nach Region und Standort. Das kann sich erheblich ändern, wenn er zu einem Formgehölz geschnitten wird, zum Beispiel zu einer Spalier- oder einer Dachform. Daneben gibt es auch Bonsai-Formen. Als Strauch kann das Gehölz ebenfalls Höhen von einigen Metern erreichen.

Wie schnell wächst Zierapfel ‚Evereste‘?

Die Wachstumsgeschwindigkeit liegt bei 40 - 70 Zentimetern pro Jahr. Naturgemäß wächst das Gehölz in der Jugend schneller als in späteren Jahren. Die anfänglich pyramidenförmige Krone wird mit der Zeit ausladender und immer mehr Äste hängen über.

Muss Zierapfel ‚Evereste‘ gedüngt werden?

Bei Böden mit einem normalen Nährstoffgehalt ist keine zusätzliche Düngung nötig, höchstens Humus- und/oder Mulchgaben im Frühjahr. Der Baum dankt solche Gaben mit einer noch größeren Blüten- und Fruchtfülle. Auch die Farbe zum Beispiel der Früchte wird dann meist intensiver.

Muss Zierapfel ‚Evereste‘ geschnitten werden?

Ab und zu trockene, überalterte und verletzte Triebe entfernen, das genügt. Nur wenn der Baum in eine bestimmte Form gebracht werden soll, ist intensiveres und gezieltes Schneiden unabdingbar.

Sind die Früchte von Zierapfel ‚Evereste‘ giftig?

Nein, giftig sind die kirschgroßen Äpfelchen nicht. Sie sind durchaus essbar. Aber frisch vom Baum genossen sind sie wegen des hohen Gehalts an Fruchtsäuren ziemlich herb. Die Früchte können als Geliermittel Gelees und Marmeladen zugesetzt werden. Darüber hinaus eignen sie sich für Ansatzschnaps.

Was tun mit den Früchten von Zierapfel ‚Evereste‘?

Die reifen Äpfelchen können ab August/September geerntet werden. Aufgrund ihres hohen Gehalts an Pektinen, die als Geliermittel verwendbar sind, werden sie gern Gelees und Marmeladen zugesetzt. Auch sind sie für Ansatzschnaps geeignet.

Die Früchte sind als herbstliche Dekoration sehr beliebt und das nicht nur in der Floristik. So werden sie zum Beispiel bei Gestecken verwendet oder, noch an den Zweigen anhaftend, in eine Vase gestellt, zum Beispiel als Pendant zu Blumensträußen oder zu leichten Halsketten sowie fröhlichen Kränzen verarbeitet.

Äpfelchen, die hängen bleiben, sind winterliche Vogelnahrung, vor allem dann, wenn eine geschlossene Schneedecke die Futtersuche am Boden erschwert. Früchte, die herunterfallen, finden in kleineren Säugetieren wie Mardern, Nagern und Igeln ihre Abnehmer.

 

Ökologischer Wert

Zierapfel 'Evereste' in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Vögel

Insekten

Nektarwert:
3
Pollenwert:
3

Vögel und Säugetiere

Vogelschutzgehölz & Vogelnährgehölz ja
Nistplatz: wird häufig als Nistplatz verwendet
Landeplatz: wird häufig aufgesucht

Themen

Obstgehölze und Beerensträucher