Ratgeber

Lavendel umpflanzen leicht gemacht

Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Lavendel umpflanzen im Freiland

Im Freiland einen Lavendelbusch umpflanzen ist immer etwas kritischer als einen neuen Lavendel zu platzieren; das liegt nicht zuletzt an der kräftigen Pfahlwurzel. Willst Du einen Strauch versetzen solltest Du sicherheitshalber ziemlich tief graben, damit der größte Teil davon auch wirklich erhalten bleibt. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt lass ihn da stehen, wo er ist. 

Angebracht ist Lavendel umpflanzen, wenn er an einer Stelle so gar nicht vorankommt. Das gilt vor allem für jüngere Sträucher, bei denen das Wurzelsystem noch nicht so ausgeprägt ist. Oft hilft ein anderer Standort dem Lavendel weiter, frei nach dem Motto Eigentlich kann es nur besser werden. Alten Lavendel zu versetzen wird dagegen schnell zum Vabanque-Spiel; wenn aus ihm absehbar eh nichts mehr wird solltest Du ihn lieber durch einen neuen ersetzen – und den gleich woanders hintun.

Lavendel umpflanzen bei Kübelpflanzen

Die Probleme mit der beschädigten Pfahlwurzel hat man bei einem Lavendel im Topf oder Kübel natürlich nicht – ist das Pflanzgefäß ab musst Du an dem Wurzelballen nicht viel herumhantieren, da das nächste Pflanzgefäß sicher größer sein wird als das alte. Den Ballen auflockern reicht schon, der Pfahlwurzel macht das nichts aus. Daher ist das Umtopfen von Lavendel unproblematisch.

Was gibt es beim Lavendel umpflanzen zu beachten?

Einige grundsätzliche Punkte solltest Du beim Umpflanzen und Umtopfen von Lavendel immer im Hinterkopf behalten:

Nicht winterharten Lavendel zum Überwintern ausgraben

Ausgraben und im Haus warm überwintern ist bei nicht winterharten Lavendelsorten eine Alternative zur Kübelbepflanzung. Das ist natürlich zusätzlicher Aufwand, aber andererseits fühlen sich die meisten Pflanzen wenigstens im Sommer frei ausgepflanzt wohler als von einem Topf eingeengt. 

Andere Stauden leben auf, wenn man sie regelmäßig teilt oder verpflanzt. Zur Vitalität des Lavendelstrauches trägt das ständige Ein- und Ausgraben wenig bei; da sind die alljährlichen Schnittmaßnahmen wichtiger, die ein Verholzen der Büsche verhindern und sie triebstark und blühfreudig halten.

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