Echter Lorbeer,Edler Lorbeer, Gewürzlorbeer

Laurus nobilis

Gehölz
Wildform
bedingt winterhart
essbar
wintergrün
Frühblüher
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Blatt von Echter Lorbeer

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vom Mittelmeer stammender Zier- und Gewürzbaum
  • Nur begrenzt winterhart, daher bei uns meist als Kübelpflanze gehalten
  • Anspruchslos, braucht einen durchlässigen und gleichmäßig feuchten Boden mit Sonne
  • Typische dunkelgrüne, ledrige Blätter mit leicht welligem Rand
  • Zweihäusig, mit kleinen gelblichgrünen Blüten in kleinen Rispen
  • Fruchtansatz mit Lorbeeren bei uns eher selten
  • Gut schnittverträglich, braucht vor allem als Hochstamm einen regelmäßigen Formschnitt
  • Ideale Überwinterungstemperatur bei 1-6 °C
  • Lorbeerblätter in der Küche, Lorbeeröl in Kosmetik und Aromatherapie verwendet
  • In der Naturheilkunde gegen Sportverletzungen und Hautparasiten eingesetzt
Standort
Licht: Sonne bis Schatten
Boden: durchlässig bis normal
Wasser: frisch
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
Kübel/Balkon geeignet: Ja
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 1,5 - 2,5 m
Breite: 1,5 - 2 m
Zuwachs: 5 - 10 cm/Jahr
Wurzelsystem: Tiefwurzler
Frostverträglich: bis -12 °C (bis Klimazone 8)
Blüte
Blütenfarbe: weiß
Blühzeit:
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f
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a
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Laub
Blattphase wintergrün
Sonstiges
ist essbar Verwendung: Suppen, Eintöpfen, Fleisch- und Fischgerichten sowie Einlegen für Gurken und Heringe
Klassifizierung
Ordnung: Lorbeerartige
Familie: Lorbeergewächse
Gattung: Lorbeeren
Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Echter Lorbeer?

Echter Lorbeer (Laurus nobilis) ist die namensgebende Art für die Lorbeergewächse (Lauraceae). Man findet ihn vor allem rund ums Mittelmeer, wobei er weiter westlich deutlich seltener vorkommt. Meistens wächst er in den schattigen und feuchten Wäldern oder felsigen Gebüschen in der Nähe der Küste, wird aber auch oft als Zierbaum oder der Blätter wegen als Küchengewürz angebaut.

Es handelt sich beim Echten Lorbeer um einen immergrünen, aufrechten Baum oder Strauch mit breiter konischer Krone. Bei uns bleibt er mit meist nur 2-3 Meter eher zierlich, während er in seiner mediterranen Heimat auch mal bis zu zehn Meter hoch und zwölf Meter breit wird.

Typisch sind die dunkelgrün glänzenden Lorbeerblätter: Sie sind ledrig, länglich-lanzettlich, an beiden Enden gespitzt, 6-12 Zentimeter lang und 2-4 Zentimeter breit, mit einem kurzen Stiel und einem ganzen, aber leicht gewellten Rand. Bei Beschädigungen duften die wechselständig stehenden Blätter stark aromatisch.

Der Lorbeerbaum ist fast immer zweihäusig und entwickelt seine männlichen und weiblichen Blüten auf unterschiedlichen Exemplaren, zwittrige Blüten sind eher die Ausnahme. Sie erscheinen in den Blattachseln und bilden Rispen mit jeweils 4-6 jeweils zentimetergroßen Einzelblüten. Die Blütenhülle ist klein und matt gelblich, vierzählig und am Grunde verwachsen. Bei den männlichen Blüten finden sich 10-12 Staubblätter, bei den weiblichen Blüten ein Fruchtknoten mit drei Narben und vier verkümmerte Staminodien. Aus den Fruchtknoten entwickeln sich nach der Bestäubung die Lorbeeren, eiförmige Steinfrüchte von 1-1,5 Zentimetern Durchmesser, die im reifen Zustand blauschwarz gefärbt sind und einen einzelnen harten Samen enthalten.

Echter Lorbeer im Garten

Standort

Der Lorbeerbaum ist recht anspruchslos; er braucht einen gleichmäßig feuchten Boden, der eher kühl sein sollte und bevorzugt Sonne oder Halbschatten. Ist der Boden zu humos und nährstoffreich sollte man ihn mit reichlich Sand etwas magerer machen, denn Staunässe ist ebenso tödlich wie lange anhaltende Trockenheit. Er mag es übrigens sehr, wenn man ihn einmal im Monat leicht düngt und ab und zu gründlich abbraust. Dann bleiben auch die Blätter schön sauber.

Zum Auspflanzen ins Freiland ist Echter Lorbeer bei uns nur in den wärmsten Gegenden geeignet, sodass man ihn vorzugsweise als Kübelpflanze hält. Ein etwas windgeschützter Standort ist auf jeden Fall vorteilhaft, allein schon, weil Lorbeer im Kübel bei starkem Wind gerne mal umfällt. Im Freien ist er nur äußerst mäßig frosthart und leidet im Winter unter scharfen kalten Winden, die seine immergrünen Blätter austrocknen. Daher sollte man ihn im Freiland unbedingt geschützt stellen oder idealerweise als transportable Kübelpflanze im Haus oder Wintergarten kühl überwintern. Bloß nicht zu warm – die ideale Überwinterungstemperatur liegt bei 1-6 °C. Außerdem sollte ab und zu gründlich gelüftet werden, denn stehende Luft fördert auch Pilze und Schädlinge.

Schnitt

Beim Lorbeerbaum schneiden kommt es darauf an, ob Du ihn wild wachsen lassen oder als Formhecke, Hochstämmchen oder Säule ziehen willst. Im ersteren Falle reicht es vollkommen aus, im späten Winter oder zeitigen Frühjahr schiefe und überkreuzende Äste – und natürlich abgestorbene – zu entfernen. Ansonsten solltest Du ihm bei einem Formbaum im Spätsommer und Spätwinter, also zweimal im Jahr einen Formschnitt verpassen. Die Krone wird zudem buschiger, wenn Du die Triebspitzen regelmäßig kürzt.

Achtung: Einfach mit der elektrischen Heckenschere drüberbügeln sieht wegen der verunstalteten Blätter übel aus, zumal die beschädigten braun werden und absterben. Daher solltest Du Dir lieber die Mühe machen und die betreffenden Äste von Hand schneiden. Bei dieser Gelegenheit kannst Du Dich auch um verkahlende Stellen in der Krone kümmern und diese ausschneiden. Gerade beim Formschnitt von Lorbeer müssen auch die oft reichlich gebildeten Wasserreiser entfernt werden.

In jedem Fall macht dem Lorbeer das Schneiden wenig aus, er gilt als außerordentlich gut schnittverträglich.

Achtung beim Hantieren: Empfindliche Menschen reagieren auf den Saft der alten Heilpflanze. Er kann bestehende Hautallergien verstärken. Daher solltest Du beim Lorbeer schneiden sicherheitshalber Handschuhe anziehen.

Umtopfen musst Du Lorbeer übrigens nur alle paar Jahre, vor allem die jüngeren, noch schneller wachsenden Exemplare. Im Alter geht es eher gemächlich zu, und der Lorbeerbaum braucht nur selten einen größeren Kübel.

Vermehrung

Am schnellsten kommst Du natürlich voran, wenn Du Dir der Einfachheit halber einen Lorbeerbaum kaufen gehst, in der Baumschule oder im Gartenmarkt. Die kleinen Lorbeerbäumchen haben einen deutlichen Vorsprung gegenüber Stecklingen oder aus Samen gezogenen Pflanzen. Halbverholzte Stecklinge kannst Du im Sommer, Kopfstecklinge auch später im Herbst schneiden und bewurzeln, vorzugsweise hell aber nicht in der vollen Sonne und bei Temperaturen um die 20 °C, dann bewurzeln sie am zuverlässigsten.

Auch eine gute Möglichkeit, um Lorbeer zu vermehren: Wurzelschösslinge. Bildet der Baum welche, so kannst Du sie abtrennen und einpflanzen, sie wachsen in der Regel noch schneller an als die Lorbeerstecklinge.

Falls Du Dich an den Samen aus eigener Ernte oder aus dem Gartenfachhandel versuchen möchtest, dann säe diese im Herbst in Töpfen aus. Überwintern solltest Du sie aber vorzugsweise an einem frostgeschützten, nicht zu warmen Ort.

Verwendung

Wo es draußen länger frostet sollte man den Lorbeerbaum als Kübelpflanze halten und im kühlen Gewächshaus oder notfalls im Haus überwintern. In wärmeren Gebieten wie den klassischen Weinbauregionen von Rhein, Mosel und Nahe kann man ihn auch im Freien halten – als Solitärpflanze, im Gehölzgarten oder als Formhecke, gerne auch spalierartig an einer warmen sonnenbeschienenen Mauer. Oder in Innenhöfen als Topfpflanze, die man auch gut als Hochstämmchen mit kugelförmiger Krone, als Säule oder Pyramide ziehen kann.

In jedem Fall gibt das dezente Grün des Lorbeerbaums einen schönen Hintergrund für alles, was bunt blüht und fruchtet, vor allem für andere kübelgeeignete Pflanzen wie Zitrusgewächse, insbesondere Zitrone, Orange und Kumquat, oder andere mediterrane Arten wie Granatapfel, Oleander und Kamelie.

Schädlinge

Vor allem unter Glas treten Schildläuse auf. Ansonsten machen ihm bisweilen Blattflecken und Mehltau zu schaffen, oder Wicklerraupen und Lorbeerblattfloh (Trioza alacris) hinterlassen ihre Spuren an den Blättern. Reichlich Luft und Sonne hält zumindest die meisten Pilzerkrankungen fern, die dem Echten Lorbeer im Gewächshaus oder im Wintergarten bisweilen auftreten.

Ökologie

Ökologisch ist der Lorbeer bei uns eine Nullnummer, da seinen Blüten die in seiner Heimat üblichen Besucher fehlen. Unsere heimischen Wildbienen und Schmetterlinge gehen hier leer aus.

Wissenswertes

Restbestände Lorbeerwald

Der Echte Lorbeer ist der letzte in Mitteleuropa heimische Vertreter einer einst großen Familie, die noch im Tertiär weltweit verbreitet war und große Teile des Mittelmeerraumes mit dichten Lorbeerwäldern bedeckte. Die letzten davon sind erst vor rund 10.000 Jahren verschwunden, mit Ausnahme einiger Reste in Syrien, der südlichen Türkei, Spanien, Portugal, Marokko sowie auf den Kanarischen Inseln und Madeira.

Heute findet man nur noch vier Arten der Gattung Laurus in tropischen Gefilden. Vermutlich stammt der Lorbeerbaum ursprünglich aus Vorderasien, wurde aber bereits früh vom Menschen über den ganzen Mittelmeerraum verteilt, nachdem die ursprünglichen Lorbeerwälder der Austrocknung im Pliozän gewichen waren.

Apollon und der Lorbeerkranz

Seit der Antike ist der Lorbeerkranz als Siegeskranz gebräuchlich. Bei den alten Griechen und Römern spielte er als Siegeszeichen, Ehrensymbol und Zeichen der Unsterblichkeit eine herausragende kulturelle Rolle. Der Lorbeer war dem Apollon geweiht, weil seine erste große Liebe, die Nymphe Daphne, von ihrem Vater Peneus in einen Lorbeerbaum verwandelt wurde, um sie so vor den Nachstellungen des liebeshungrigen Gottes zu schützen. Heute bezeichnet man mit Daphne botanisch den Seidelbast.

Die ersten Lorbeerkränze wurden vermutlich bei den Pythischen Spielen zu Ehren des Apollon verteilt. Auch die Pythia, die Wahrsagerin des Orakels von Delphi, soll zum einen für ihre Wahrsagungen Lorbeerblätter gekaut und beim Überbringen der Prophezeiungen mit einem Lorbeerzweig gewedelt haben.

Kübelpflanze seit der Renaissance

In der Renaissance begann man ihn als Kübelpflanze zu halten – damals als eine der ersten überhaupt. Seine Beliebtheit als solche ist bis heute ungebrochen, und kaum eine andere Pflanze findet sich so oft als transportabler Blickfänger für Innenhöfe, Terrassen oder Garten.

Lorbeeröl & Co.

Lorbeerbaum ist als Heilpflanze und als Gewürzpflanze beliebt. Das Aroma der Blätter und Früchte ist auf ein ätherisches Öl zurückzuführen, das flüchtige Terpenoide, Alkohole und Ketone enthält. Besonders typisch für das Lorbeeraroma sind Cineol (30-70 °), Eukalyptol, Methyleugenol, Linalool, Geraniol und weitere Duftstoffe. Das ätherische Öl macht 1-3 Prozent des Trockengewichtes der Lorbeerblätter aus.

In den Lorbeeren sind neben etwa einem Prozent dieses ätherischen Öls noch 30 Prozent fettes Öl enthalten. Ausgepresst und mit Wasser ausgekocht bekommt man aus den Lorbeerfrüchten ein Gemisch, das man pharmazeutisch als Lorbeeröl oder Lauri oleum bezeichnet. Es ist grün, hat eine buttrige Konsistenz und schmilzt bereits bei Körpertemperatur.

Lorbeerblätter in der Küche

In der Küche verwendet man die getrockneten Lorbeerblätter vor allem für Marinaden, Fleisch- und Wildgerichte, Eintöpfe und viele andere Rezepte. Die mediterrane Küche nutzt ihn noch wesentlich öfter als die unsere, etwa in Saucen für die Pasta oder im französischen Bouquet garni. Beduinen aromatisieren damit ihren Kaffee.

Üblicherweise werden Lorbeerblätter im Ganzen verwendet und vor dem Servieren entfernt; beim Zerkleinern oder Mahlen würden sich zu viele der kostbaren Aromen verflüchtigen. Nur selten verwendet man Lorbeerpulver in Suppen und Brühen. Sparsamer Gebrauch ist anzuraten, denn größere Mengen von Lorbeerblättern geben dem Gericht eine bittere Note.

Lorbeer in der Naturheilkunde und Kosmetik

In der Naturheilkunde nutzt man das Lorbeeröl in Salben gegen Insekten und Hautparasiten, rheumatische Beschwerden, Blutergüsse, Prellungen und Verstauchungen und zur Wundheilung. Solche Anwendungen sind bereits seit der Antike bekannt, wie bereits Plinius d. Ä. berichtet. Auch in den Kräuterbüchern des Mittelalters wird die heilsame Wirkung von Lorbeer ausführlich behandelt.

In der Kosmetikindustrie nutzt man das Lorbeeröl für Seifen, Parfüms und Pflegeprodukte. Besonders bekannt ist die Alepposeife, einer klassischen Lorbeerölseife, die man früher als Kernseife für die Körperpflege wie auch zum Wäsche waschen verwendete. In den Maghreb-Staaten reibt man die Pferde mit frischen Blättern ein, um Fliegen fernzuhalten. Auch in der Aromatherapie und für Massageöl kommt Lorbeeröl zum Einsatz.

Die Preisträger in Sachen Lorbeeren

Neben der Wildform gibt es von Laurus nobilis noch einige Zuchtsorten wie die wegen ihrer goldgelben Blätter beliebten Sorte ‚Aurea‘ und die weidenblättrige Sorte Laurus nobilis f. angustifolia. Letztere beiden haben den renommierten Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society gewonnen.

Fotos

Blatt Echter Lorbeer
Quelle: NaturaDB
Blüte Echter Lorbeer
Quelle: Adrián Pablo Rodríguez Quiroga, CC0, via Wikimedia Commons
Frucht Echter Lorbeer
Quelle: SABENCIA Bertu Ordiales, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blatt Echter Lorbeer
Quelle: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Echter Lorbeer
Quelle: G.Hagedorn, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Echter Lorbeer
Quelle: NaturaDB

Häufige Fragen

Woher kommt der Name Lorbeer?

Der deutsche Name Lorbeer leitet sich vom lateinischen laurus ab – auf althochdeutsch heißt er l?r, die Frucht l?rberi, sprich die Beeren desselben.

Welche Temperatur verträgt Echter Lorbeer?

Echter Lorbeer wächst bei uns im Freiland nur in den wärmsten Regionen. Er verträgt zwar leichten Frost, aber das Risiko sollte man lieber nicht eingehen und ihn vorsichtshalber als Kübelpflanze halten. So ist er transportabel und lässt sich im Herbst vor den ersten Frösten ins Haus holen. Die ideale Überwinterungstemperatur liegt bei 1-6 °C. Dabei sollte er im Wintergarten oder im Gewächshaus unbedingt hell stehen – er ist immergrün und braucht daher etwas Licht, damit die Blätter nicht vergilben. Nur gießen sollte man ihn zu dieser Zeit deutlich sparsamer als im Sommer.

Hat Echter Lorbeer Früchte?

Wenn nicht wäre er schon lange ausgestorben, auch wenn er sich durchaus auch vegetativ mit Wurzelschösslingen zu vermehren vermag. Die Beeren sind auch für den Namen verantwortlich: Lor ist eigentlich der Baum, abgeleitet vom lateinischen laurus. Das heißt Lor-Beeren sind die Früchte des Lorbeerbaums.

Es handelt sich dabei um etwa einen Zentimeter große, runde bis eiförmige und in der Reife blauschwarze Steinfrüchte mit einem schmalen Fruchtfleisch und einem großen harten Steinkern. In unseren Gärten wird man sie an den Kübelpflanzen allerdings eher selten finden – allein schon deswegen, weil der Lorbeerbaum fast immer zweihäusig ist. Das heißt, für Lorbeeren muss man erstens ein weibliches Exemplar im Garten haben und ein weiteres männliches Bäumchen muss zumindest in Reichweite liegen, um für den für die Bestäubung erforderlichen Pollen zu liefern. Selbst dann wird es in unseren Breiten eng für die Ernte, denn so furchtbar viele Insekten interessieren sich nicht für den Exoten vom Mittelmeer. Wenn sich mal eine Honigbiene verirrt heißt das noch lange nicht, dass es auch wirklich zu einer erfolgreichen Bestäubung kommt.

Ist ein Lorbeerbaum winterhart?

Bei uns eher nicht, im Gegensatz zu den mediterranen Ländern, wo er zum Landschaftsbild gehört und als Kübelpflanze viele Innenhöfe ziert. In unseren klimatischen Bedingungen hält man ihn vorzugsweise in Kübel und Container, sodass man die Töpfe im Herbst vor dem ersten Frost ins Haus holen kann. Überwintern sollte man ihn hell, nicht zu feucht und bei 1-6 °C. Ab und zu gründlich lüften senkt das Risiko für Schädlingsbefall, insbesondere mit Schildläusen. Im Freiland kann man sich an Lorbeer nur in den warmen Weinbauregionen versuchen, dort wächst er auch stellenweise als Solitär – selbst im warmen Golfstrom auf Helgoland, ebenso wie der Feigenbaum.

Wie überwintere ich meinen Lorbeer?

Am besten als Kübelpflanze und im Haus, Wintergarten oder Gewächshaus. Der Standort sollte nicht zu dunkel sein und im Idealfall 1-6 °C Temperatur bieten. Nicht zu viel gießen, der Lorbeerbaum hat zwar noch Blätter und macht Photosynthese, aber so viel Wasser wie im sommerlichen Wachstum benötigt er zu dieser Zeit nicht. Lüften hilft Schädlingen vorzubeugen.

Kann man Gewürzlorbeer schneiden?

Natürlich, genauso wie jeden anderen Lorbeerbaum. Er gilt als ausgesprochen gut schnittverträglich und macht auch einen regelmäßigen Formschnitt ohne Murren mit. Meistens hält man ihn ja als Kübelpflanze – mit Hochstamm und runder Krone, oder pyramidenförmig, als Säule oder an einem Spalier. Man muss nur darauf achten, dass man vorzugsweise von Hand schneidet. Denn wenn die Heckenschere die Blätter entlang einer gedachten Linie akkurat absäbelt trocknen die aus, werden braun und fallen ab. Mit etwas Handarbeit und einer guten Heckenschere kann man sich auf die Äste beschränken und die Blätter schonen. Wenn man den Lorbeerbaum regelmäßig an den Triebspitzen stutzt wird die Krone auch schön buschig. Apropos: Beim Lorbeer schneiden sicherheitshalber Handschuhe tragen, denn der Saft kann bei empfindlichen Menschen bereits bestehende allergische Reaktionen verstärken.

Wann schneidet man Echten Lorbeer zurück?

Vorzugsweise entweder im Spätsommer oder im Spätwinter oder beide Male. Ein regelmäßiger Formschnitt ist vor allem bei den Kübelpflanzen angebracht, bei denen man den Lorbeerbaum als Hochstamm oder in beliebiger Form halten will. Die Krone bleibt schön, wenn man die Triebspitzen regelmäßig abschneidet. Aber nicht ständig – der Lorbeer wächst eigentlich ohnehin schon nicht allzu schnell. Auch hier gilt wieder: Vorsicht und Handschuhe anziehen, der Saft kann Hautallergien verstärken. Sicher ist sicher.

Wie ernte ich Gewürzlorbeer?

Einfach die Lorbeerblätter nahe am Zweig abtrennen und trocknen. Das war’s eigentlich schon. Hinterher sollte man die getrockneten Lorbeerblätter lichtgeschützt und nicht zu warm in einem gut schließenden Gefäß aufbewahren, damit das ätherische Öl nicht zu schnell verfliegt. Üblicherweise sagt man, dass die Ernte wenigstens ein Jahr ihr Aroma behält.

Ökologischer Wert

Echter Lorbeer ist nicht heimisch. Wir haben leider keine genauen Daten zum Wert für Bienen, Schmetterlinge & Co. Häufig haben aber heimische Pflanzen einen höheren ökologischen Nutzen.

Bäume für Kübel und Balkon