Gewöhnlicher Buchsbaum

Buxus sempervirens

Gehölz
Wildform
Bienenweide
giftig
wintergrün
Frühblüher
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Gesamte Pflanze von Gewöhnlicher Buchsbaum

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Namensgebendes Mitglied der Buchsbaumgewächse
  • 2-2,5 Meter hohe Sträucher, selten Bäume
  • Langsam wachsend
  • Bildet blickdichte Hecken
  • Guter Bodenfestiger
  • Ausgezeichnete Bienenweide
  • Unterschlupf und Nistmöglichkeit für Vögel
  • Gut schnittverträglich, benötigt regelmäßigen Formschnitt
  • In allen Teilen giftig
  • Heute nicht mehr gebräuchliche Heilpflanze
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 2 - 4,5 m
Breite: 2 - 3,5 m
Zuwachs: 5 - 20 cm/Jahr
schnittverträglich: ja
Wurzelsystem: Herzwurzler
Wurzelausläufer: keine Ausläufer
Blüte
Blütenfarbe: weiß
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Licht
Sonne bis Schatten
Laub
Blatt wintergrün ja
Boden
Boden: durchlässig bis lehmig
Wasser: frisch
Nährstoffe: normaler Boden
Kübel/Balkon geeignet: Ja
Sonstiges
Ordnung: Buchsbaumartige
Familie: Buchsbaumgewächse
Gattung: Buchsbäume
ist giftig alle Pflanzenteile
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Was ist Gewöhnlicher Buchsbaum?

Gewöhnlicher Buchsbaum, Immergrüner Buchsbaum oder kurz Buchs (Buxus sempervirens) ist ein Vertreter aus der Familie der Buchsbaumgewächse (Buxaceae), der er ihren Namen verliehen hat. Man findet den immergrünen, 2-4,5 Meter hohen Strauch selten aber gesellig in Eichen- und Buchenwäldern und auf sonnigen Hängen; seine Verbreitungsschwerpunkte liegen im französischen Südwesten und auf dem Balkan.

Meistens handelt es sich um einen vielstämmigen Strauch, selten einen kleinen Baum. Die kantigen Zweige sind kurz und stehen schräg aufrecht, mit einer olivgrünen Rinde und kurzer Behaarung, die mit zunehmendem Alter verschwindet. Die 1-2,5 Zentimeter langen eiförmigen bis länglich-elliptischen Blätter sind oberseits dunkelgrün und glänzend, auf der Unterseite hellgrün und matt, mit einem leicht nach unten gebogenen glatten Rand.

Der Buchsbaum ist einhäusig mit getrenntgeschlechtlichen Blüten. Die Blütenstände bestehen aus knäuelig angeordneten Blüten, einer einzelnen weiblichen an der Spitze und mehreren flankierenden männlichen. Sie sind klein, weiß bis gelb und eher unauffällig, aber wohlriechend, vierzählig mit kleinen Hüll- und Kelchblättern, die Krone fehlt. Bei den Früchten handelt es sich um Kapselfrüchte, die mit drei Klappen aufspringen und die schwarzen glänzenden Samen freigeben.

Gewöhnlicher Buchsbaum im Garten

Standort

Der Gewöhnliche Buchsbaum bevorzugt einen mäßig trockenen bis frischen, basenreichen und humosen steinigen Lehmboden im Halbschatten. Vorübergehende Trockenheit schadet ihm nicht, wohingegen er Staunässe überhaupt nicht verträgt. Für die pralle Sonne ist er nicht geeignet, sie verbrennt schnell die Blätter.

Schnitt

Ein regelmäßiger Schnitt ist bei Buchsbaumhecken notwendig, um sie in Form zu halten. Am besten erledigt man das in der Wachstumssaison im Sommer. Er ist ausgesprochen gut schnittverträglich.

Vermehrung

Die Vermehrung des Buchsbaums mit Samen ist langwierig, sodass man vorzugsweise auf junge Exemplare aus Gartenfachhandel und Baumschule zurückgreift. Auch eine Vermehrung mit Stecklingen ist möglich, aber ebenfalls langwierig, da sie nur langsam neue Wurzeln bilden.

Verwendung

Der Gewöhnliche Buchsbaum ist eine Heckenpflanze par excellence, die an Grundstücksgrenzen blickdichte Hecken bildet. Nicht zuletzt ist er auch eine wichtige Bienenweide und bietet Vögel und kleinen Säugetieren Unterschlupf und Nistmöglichkeiten. Mit seinem tiefgründigen Wurzelwerk ist er ein guter Bodenfestiger, und zudem gibt er eine hübsche Beeteinfassung.

Schädlinge

Wohl der prekärste Schädling des ansonsten eigentlich recht widerstandsfähigen Buchsbaums ist der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis), der Blätter und Rinde frisst und ganze Hecken absterben lässt. Ähnlich gefährlich ist das durch den Pilz Cylindrocladium buxicola hervorgerufene Triebsterben, das die befallenen Pflanzenteile schwarz verfärbt und vertrocknen lässt.

Ökologie

Die kleinen und unscheinbaren Blüten des Gewöhnlichen Buchsbaumes produzieren reichlich Nektar und Pollen und sind bei Insekten sehr beliebt. Hauptbestäuber sind Bienen und Fliegen. Als Bienenweide ist er vor allem wegen seiner früh im Jahr beginnenden Blütezeit wichtig. Den Pollen sammelt die Sandbiene Andrena fulvata als Proviant für den Nestbau. Die Verbreitung der Samen erfolgt durch Ameisen.

Wissenswertes

Neben der Wildform gibt es im Gartenfachhandel unzählige Zuchtsorten mit verschiedenen Wüchsigkeiten, Blattfarben und Blattgrößen. Spätestens im Barock kam der Buchs schwer in Mode, denn mit ihm lassen sich große und blickdickte Hecken quasi nach Belieben formen – ideal für die durchgeplanten Gärten dieser Zeit.

Buchsbaum wächst extrem langsam und bildet ein besonders dichtes und zähes Holz. In der Schreinerei ist Buchsbaumholz beliebt für Drechselarbeiten und Musikinstrumente. Bei Holzschnitten liefert er äußerst langlebige Druckstöcke.

In der katholischen Kirche hält der Buchsbaum bis heute am Palmsonntag vor Ostern als schmückender Ersatz für Palmwedel her.

Fotos

Gesamte Pflanze Gewöhnlicher Buchsbaum
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Gewöhnlicher Buchsbaum
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Gewöhnlicher Buchsbaum
Quelle: NaturaDB
Blatt Gewöhnlicher Buchsbaum
Quelle: NaturaDB

Sorten Gewöhnlicher Buchsbaum

Sorte Höhe Breite Kübel/Balkon
Gewöhnlicher Buchsbaum (Wildform) 2 - 4.5 m 2 - 3.5 m Ja
Buchsbaum 'Rotundifolia' 2.5 - 4 m 2.5 - 3.5 m Ja
Buchsbaum 'Suffruticosa' 50 - 100 cm 30 - 60 cm Ja

Häufige Fragen

Ist Buchsbaum giftig?

Mit seinen über 70 bekannten Alkaloiden ist der Gewöhnliche Buchsbaum in allen Teilen giftig. Man verwendete ihn bereits in der Antike als Heilpflanze, vor allem bei Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden und Malaria. Eine Überdosierung führt zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Wegen des stark schwankenden Alkaloidgehaltes wird er heutzutage in der Naturheilkunde nicht mehr verwendet.

Ökologischer Wert

Gewöhnlicher Buchsbaum in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
1
Nektarwert:
2
Pollenwert:
1