Sommerflieder,Schmetterlingsstrauch

Buddleja alternifolia

Gehölz
Wildform
Sommerflieder (Buddleja alternifolia) Alle 5 Fotos anzeigen
Quelle: Wouter Hagens, Public domain, via Wikimedia Commons

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aus Ostasien stammende Zierpflanze
  • Gehört zur Familie der Braunwurzgewächse
  • Vierkantige, weit überhängende Zweige mit lanzettlichen Blättern
  • Äste von dichten Büscheln hellvioletter, duftender Blüten bedeckt
  • Attraktion für Schmetterlinge und Bienen
  • Bei uns nicht fruchtend
  • Vermehrung mit Stecklingen
  • Pflegeleicht, robust und vollkommen frosthart
  • Verträgt auch längere Trockenphasen
  • Schneiden vorzugsweise nur bei den älteren Trieben
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 1,5 - 2,5 m
Breite: 1,75 - 2,5 m
Zuwachs: 30 - 50 cm/Jahr
Wurzelsystem: Flachwurzler
Blüte
Blütenfarbe: pink
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Blütenduft ja
Licht
Sonne
Boden
Wasser: frisch bis trocken
Nährstoffe: normaler Boden
Sonstiges
Ordnung: Lippenblütlerartige
Familie: Braunwurzgewächse
Gattung: Sommerflieder
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch

Bedenke, die auf heimische Wildpflanzen angewiesenen Tierarten, wie die meisten Wildbienen- und Schmetterlingsarten sowie davon abhängige Vögel, sind von einem dramatischen Artenschwund betroffen. Mit heimischen Arten kannst du etwas zum Erhalt beitragen.

Was ist Sommerflieder?

Sommerflieder, Hänge-Sommerflieder oder Wechselblättriger Sommerflieder (Buddleja alternifolia) ist ein sommergrüner raschwüchsiger Strauch oder kleiner Baum, der eine Höhe von eineinhalb bis zweieinhalb Metern erreicht und ebenso breit wird. Er gehört zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) und ist in Tibet, der Mongolei und China beheimatet und wächst dort am Rand von Flüssen oft bestandsbildend in großen Dickichten.

Die starken aufrechten Hauptäste tragen schlanke überhängende, im Querschnitt vierkantige Seitenzweige mit wechselständigen lanzettlichen und dunkelgrünen, bisweilen silbrig-grünen Blättern, die 4-10 Zentimeter lang und bis zu einem Zentimeter breit werden und einen glatten Rand aufweisen. Sie sind kahl und auf der Oberseite dunkler als auf der Unterseite. Die hellvioletten, stark duftenden vierzähligen und zwittrigen Blüten erscheinen in dichten konischen Rispen an den Trieben des Vorjahres, die sie oft fast vollständig bedecken. Seine kapselförmigen Früchte mit zahlreichen ovalen Samen bildet er in unseren Breiten praktisch überhaupt nicht.

Sommerflieder im Garten

Standort

Sommerflieder wächst in seiner Heimat an Flussufern, die bisweilen nur zeitweise Wasser führen. Dementsprechend bevorzugt er einen feuchten sandigen bis lehmigen Boden und kann im Sommer auch längere Zeit Durststrecken ertragen. Sonne ist auf jeden Fall wichtig, denn im Schatten blüht er nicht. Er ist vollkommen frosthart und übersteht auch harte Winter.

Schnitt

Beim Schneiden sollte man daran denken, dass die Blüten an den Trieben des Vorjahres erscheinen. Daher sollte man am besten die alten bereits abgeblühten Teile entfernen.

Vermehrung

Eine Vermehrung aus halbverholzten Stecklingen gelingt leicht; man kann sie im Sommer schneiden und bewurzeln. Verpflanzen und Teilen der Büsche verträgt der Flachwurzler mit seiner dickfleischigen Wurzel nur sehr schlecht.

Verwendung

Fördert man das Wachstum des Haupttriebes, so lässt sich der Sommerflieder auch als Solitär ziehen. Ansonsten gibt er schöne Ziersträucher, die in der Blüte von zahlreichen Insekten besucht werden. Mit seinen ausladenden überhängenden Zweigen ist er für Kübel und Container eher weniger geeignet und fühlt sich im Freiland deutlich wohler.

Schädlinge

Die Pflanzen werden bisweilen von Spinnmilben, den Larven von Rüsselkäfern wie dem Braunwurzschaber (Cionus scrophulariae) und Blindwanzen heimgesucht. Er gilt aber als recht robust. Pilzerkrankungen wie Mehltau treten nur bei feuchten Witterungsbedingungen auf.

Ökologie

Im Sommer sind die in dichten Büscheln entlang der Zweige stehenden Blüten eine Attraktion für eine Vielzahl von Insekten, insbesondere für Schmetterlinge, die sich hier in großer Zahl einfinden. Mit ihrem langen Rüssel kommen sie besser an den Grund der langen Kronröhren als andere Insekten. Er gilt als gute Schmetterlings- und Bienenweide.

Wissenswertes

Der Sommerflieder ist in Deutschland weniger verbreitet als der Schmetterlingsflieder Buddleja davidii, den man häufig auf Ruderalstellen von Bahngleisen und anderen Unkrautfluren begegnet. Die Blüten riechen nicht ganz so intensiv, locken aber wie dieser zahlreiche Insekten, vor allem Schmetterlinge an. Nach Europa gekommen ist die fernöstliche Art erst 1915.

Fotos

Gesamte Pflanze Sommerflieder
Quelle: Wouter Hagens, Public domain, via Wikimedia Commons
Blüte Sommerflieder
Quelle: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blatt Sommerflieder
Quelle: Wouter Hagens, Public domain, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Sommerflieder
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Sommerflieder
Quelle: NaturaDB

Häufige Fragen

Wann schneidet man den Sommerflieder zurück?

Einen Rückschnitt sollte man beim Sommerflieder im zeitigen Frühjahr vornehmen. Dabei ist zu beachten, dass die Blüten nur an den vorjährigen Zweigen erscheinen; alles Ältere kann man also getrost entfernen.

Wie viel Platz braucht ein Sommerflieder?

Buddleja alternifolia kann man beim Beschneiden der Seitenzweige auch als Bäumchen ziehen. Ansonsten wird er bis zu zweieinhalb Metern hoch und ebenso breit. Dagegen ist das Wurzelsystem flach und nicht besonders tiefreichend.

Ökologischer Wert

Sommerflieder nicht heimisch und hat nach unseren Informationen keinen (großen) Wert für Bienen, Schmetterlinge & Co.