Gewöhnliches Zittergras

Briza media

Gras
Wildform
winterhart
Schmetterlingspflanze
wintergrün
Gewöhnliches Zittergras (Briza media) Alle 2 Fotos anzeigen
Quelle: Thomas Mathis, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
  • Einheimisches Süßgras
  • Bis zu einem halben Meter hohe und breite Horste bildend
  • Flaches faseriges Wurzelwerk mit kurzen Rhizomen
  • Blaugrüne Blätter
  • Rispen mit kleinen herzförmigen Ährchen
  • Robust, pflegeleicht und ausdauernd
  • Für mäßig nährstoffreiche Böden geeignet
  • Braucht viel Licht
  • Vollkommen winterhart
  • Vermehrung mit Samen oder durch Teilen
Wuchs
Pflanzenart: Gras
Höhe: 20 - 40 cm
Frostverträglich: bis -28 °C (bis Klimazone 5)
Blüte
Blütenfarbe: grün
Blühzeit:
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a
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n
d
Licht
Sonne bis Halbschatten
Laub
Blatt wintergrün ja
Schneckenunempfindlich Ja
Boden
Boden: durchlässig bis humos
Wasser: frisch bis trocken
Nährstoffe: nährstoffarmer Boden
Kübel/Balkon geeignet: Ja
Dachbegrünung geeignet: Ja
Sonstiges
Ordnung: Süßgrasartige
Familie: Süßgräser
Gattung: Zittergräser
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Was ist Gewöhnliches Zittergras?

Gewöhnliches Zittergras, Gemeines Zittergras oder Mittleres Zittergras (Briza media) ist ein ausdauerndes Ziergras aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Es wächst nicht allein in Gärten, sondern auch in der freien Natur verbreitet auf mageren Wiesen und Weiden oder in Trockenrasengesellschaften und ist das einzige in Deutschland wild wachsende Zittergras. Ansonsten ist es in weiten Teilen Europas über Kleinasien und Kaukasus bis nach China anzutreffen.

Es bildet mit kurzen unterirdischen Rhizomen und feinfaserigem flachem Wurzelwerk dichte Horste aus aufrechten, 20-40 Zentimeter hohen glatten Stängeln mit linealischen blaugrünen Blättern. Diese werden bis zu 15 Zentimeter lang, 4-5 Millimeter breit und haben einen mit feinen Borsten überzogenen Rand, am Grund befindet sich eine häutige Blattscheide.

An den Enden der Stängel erscheinen die charakteristischen bis zu 18 Zentimeter langen offen pyramidenförmigen Rispen mit langen gewellten Zweigen und daran herabhängenden flachen herzförmigen Ährchen. Diese sind 4-12-blütig und über einen Zentimeter lang; die unteren sind aufgebläht, die oberen häutig mit einer ausgeschnittenen Spitze. Anfangs haben sie eine grüne, purpurn überlaufene Farbe, später werden sie gelblich-strohfarben. Die Blüten weisen zwei Narben und drei Staubblätter auf. Die Früchte sind eiförmige Nüsschen, die von den Spelzen fest umschlossen bleiben.

Gewöhnliches Zittergras im Garten

Standort

Das Gewöhnliche Zittergras bevorzugt einen mäßig trockenen bis wechselfeuchten und mäßig nährstoffhaltigen, aber basenreichen, mild bis mäßig sauren Ton- oder Lehmboden. Das Substrat sollte gut durchlässig sein, der Standort sonnig bis halbschattig. Düngung, Staunässe oder Schatten verträgt es überhaupt nicht und verabschiedet sich schnell.

Schnitt

Ein Schneiden ist nur erforderlich, wenn man verwelkte Anteile beseitigen will.

Vermehrung

Die Samen des Gewöhnlichen Zittergrases lassen sich im Frühjahr oder im Herbst an Ort und Stelle aussäen. Bestehende Horste lassen sich von Mitte Frühjahr bis Mitte Sommer teilen.

Verwendung

Mit ihren grazilen Ähren ist Zittergras für Steingärten, Dachgärten oder krautreiche Rabatten wie geschaffen. In Töpfen und Kästen ziert es auch Balkone und Terrassen. Gepflückt bereichert es auch Trockensträuße, in denen es sich als ausgesprochen langlebig erweist.

Schädlinge

Schädlinge und Krankheiten wird man bei der äußerst robusten Pflanze vergeblich suchen.

Ökologie

Die Verbreitung des Pollens erfolgt wie bei Gräsern üblich mit dem Wind. Auch die kleinen Samen mit den sie luftig umgebenden Spelzen werden mit ihm fortgetragen, teilweise auch mit der Hilfe von Vögeln.

Wissenswertes

In der Botanik gilt das Mittlere Zittergras als Zeigerpflanze für magere Böden mit viel Licht. Als Untergras ist es eine gute, aber mengenmäßig wenig ergiebige Futterpflanze für weidendes Vieh. Den deutschen und lateinischen Namen mit media/mittel hat es bekommen, weil die Größe seiner Ährchen zwischen denen von Großen Zittergras (Briza maxima) und Kleinem Zittergras (Briza media) liegt.

Fotos

Gesamte Pflanze Gewöhnliches Zittergras
Quelle: Thomas Mathis, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Blüte Gewöhnliches Zittergras
Quelle: Hajotthu, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Sorten Gewöhnliches Zittergras

Sorte Blütenfarbe Blühzeit
Gewöhnliches Zittergras (Wildform) grün
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Zittergras 'Limouzi' braun
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Zittergras 'Zitterzebra' braun
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Häufige Fragen

Wie groß wird Zittergras?

Das auch bei uns in Deutschland wild wachsende Mittlere Zittergras bildet bis zu einem knappen halben Meter hohe und ebenso breite Horste. Das Wurzelsystem ist eher flach, und am höchsten werden die blühenden Stängel mit den charakteristischen, in Rispen stehenden herzförmigen Ährchen, die beim geringsten Luftzug in Bewegung geraten.

Ökologischer Wert

Gewöhnliches Zittergras ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Schmetterlingsarten:
3
Dient als Futterplanze für Raupen:
4

Raupen-Futterpflanzen

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